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Gleitsicht-Aktion

Sphärische und asphärische Brillengläser
Die Entwicklung des Brillenglases
Die ersten Brillengläser hatten die Form einer bikonvexen Linse.
1804 stellte der Arzt Wollaston in praktischen Versuchen fest, dass meniskenförmig durchgebogene Brillengläser außerhalb der optischen Mitte wesentlich bessere Abbildungseigenschaften aufweisen als die bis dahin verwendeten Bigläser.

Der Augenarzt Tscherning berechnete 1904 die Flächenbrechwerte (Durchbiegung) der Menisken so, dass sie – nach damaliger Definition - frei von Astigmatismus schiefer Bündel waren. Auch bekannt unter dem Namen „Tscherningsche Kurven“ (Ellipsen).

Aber auch diese „neu“ berechneten Brillengläser, sind mit den heutigen nicht zu vergleichen. Die Anforderungen an Abbildungsqualität (Minimierung der Abbildungsfehler), Ästhetik und Gewicht sind derart gestiegen, dass eine neue Berechnung der Brillengläser in bezug auf Durchbiegung, Mittendicke und den unterschiedlichen Objektentfernungen gemacht wurde.

Unter Berücksichtigung dieser Parameter sind neue Gläser entstanden, die in ihrem Design wesentlich flacher, dünner und somit auch leichter geworden sind. Auch die optischen
Eigenschaften haben sich als Resultat optimierter Basiskurvenvarianten bis zur Glasperipherie deutlich verbessert.
Das sphärische Brillenglas
Beim sphärischen Design weist die Brillenglasfläche einen von der Mitte zum Rand konstanten Krümmungsradius auf. Die Fläche ist somit Teil einer Kugeloberfläche, auch sphärische Fläche genannt.
Das asphärische Brillenglas
Eine asphärische Fläche ist - allgemein beschrieben - eine Fläche, die von der Mitte bis zum Rand unterschiedliche Krümmungsradien aufweist. Um ein Brillenglas mit Hilfe einer Asphäre flacher zu gestalten, müssen die Krümmungsradien nach außen hin größer werden. Dies bewirkt zudem noch eine Reduzierung in den extremen Glasdicken.

Durch ein asphärisches Brillenglas wird nicht nur die Ästhetik verbessert, sondern auch die optischen Eigenschaften des Glases. Bei einem starken sphärischen Plusglas werden die Randstrahlen stärker als die achsnahen Strahlen gebrochen. Dieser Abbildungsfehler wird sphärische Aberration genannt. Mit Hilfe von Asphären kann die sphärische Aberration behoben werden.
Quelle: Optovision