Phototrope Brillengläser



Allgemeines


Die Besonderheit phototroper Gläser besteht darin, dass sie sich von leicht getönten Filtergläsern bis zu dunklen Sonnenschutzgläsern einfärben können. Der Tönungsgrad ist abhängig von der Temperatur und der Intensität der UV-Strahlung. Je niedriger die Temperatur und je höher die UVStrahlung, desto dunkler werden die Gläser und desto schneller läuft der Prozess der Eindunklung ab.


Phototrope Brillengläser sind in verschiedenen Materialien und Ausführungen erhältlich.

 


Wie funktioniert die Phototropie?


Die Eintönung basiert auf chemischen Prozessen. Phototrope Moleküle werden entweder direkt mit in das Glasmaterial gemischt oder in einer Schicht auf die Glasvorderfläche aufgebracht. Die phototropen Moleküle reagieren mit dem UV-Licht. Ihre Reaktion besteht darin, dass sie ihre äußere Form ändern und dadurch das Glas eindunkelt. Wird das UV-Licht weniger oder bleibt ganz aus, so nehmen die Moleküle ihre alte Form wieder an und das Glas wird wieder heller.


Da die UV-Strahlung für den Eindunklungsprozess genutzt und somit im Glas absorbiert wird, bieten phototrope Gläser in dunklem Zustand einen nahezu 100-prozentigen UV-A und UV-B – Schutz. Zu bemerken ist, dass die phototropen Gläser beim Autofahren nicht ihre dunkle Einfärbung erreichen, da die Windschutzscheibe die UV-Strahlung absorbiert und so nicht genug UV-Licht auf die Gläser trifft (siehe DriveWear®). Auch bei sehr heißen Temperaturen erreichen phototrope Gläser nicht ihre maximale Eintönung.


Phototrope Kunststoffgläser


Bei den phototropen Brillengläsern aus den Kunststoffmaterialien mit der Brechzahl ne= 1,6 und ne= 1,67 werden die phototropen Moleküle in Form einer Lackschicht auf das Glasmaterial aufgebracht. Trifft langwellige UV-Strahlung auf die Glasoberfläche, so wird der photoaktive Teil im Glas angeregt und verändert sich chemisch. Das Glas absorbiert das Licht und dunkelt sich ein. Bei fehlender UV-Strahlung erfolgt wieder eine Rückkehr in den Ausgangszustand – das Glas hellt auf.


• Alle phototropen Gläser im Indes 1.6 und 1.67 sind mit einer Orgadur Hartschicht versehen
• Eintönung braun 10/85% und grau 10/90%
• Gleichmäßige Einfärbung, auch bei hohen dioptrischen Wirkungen

 

Funktionsweise der Transitions® VI Brillengläser


Bei dem Brillenglasmaterial Transitions® VI werden die phototropen Pigmente in die Glasvorderfläche – in eine Tiefe von ca. 150μm – eingebracht. Dies hat den Vorteil, dass alle Glastypen mit der gleichen phototropen Leistung hergestellt werden. Die Phototropie ist ein ständiger Wechsel zwischen zwei chemischen Reaktionen: der Aktivierungs- und der Deaktivierungsphase.


In der Aktivierungsphase verändern die phototropen Pigmente aufgrund von UV-Strahlung ihre räumliche Struktur. Mit dieser neuen Struktur absorbieren sie sichtbares Licht, was zur Eintönung des Glases führt. In der Deaktivierungsphase, wenn die UV-Bestrahlung ausbleibt, nehmen die phototropen Pigmente ihre Ausgangsform wieder ein. Das Glas hellt sich auf und lässt wieder mehr sichtbares Licht hindurch.


• Alle Transitions® VI Gläser sind mit einer Hartschicht versehen
• Eintönung braun und grau
• Breiter Absorptionsbereich; Eintönung in braun 10/85% und grau 10/88%
• Naturgetreue Farbwiedergabe
• Sehr schnelle Reaktionszeit

 

 


Quelle: Optovision

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